Politisch korrekt gibt es nicht!

Ben's Diary ⎜ Ben Wilder, Die männliche Carrie Bradshaw der Sexgeschichten

Immer wieder gibt es Diskussionen und Kacke-St√ľrme, weil sich Menschen aufregen. Oft geht es um Trans-Menschen oder diverse Menschen. Die Deutsche Bahn wird auf Schadensersatz verklagt, weil der Ticket-Automat nicht die politisch korrekte Anrede bietet. Hoffentlich haben die Kaffee-Automaten-Betreiber daraus gelernt ‚Ķ. Oder Diskussionen dar√ľber, ob Trans-Menschen am Frauen-Sauna-Tag in die Frauen-Sauna d√ľrfen.

Aber was bitte ist denn da nun politisch korrekt? Nat√ľrlich kann ich nachvollziehen, dass jemand, der sich als Frau f√ľhlt, jedoch im K√∂rper eines Mannes steckt, gerne in die Frauen-Sauna m√∂chte. Theoretisch h√§tte ich pers√∂nlich auch kein Problem damit. Aber, auf wessen Gef√ľhle muss man denn nun R√ľcksicht nehmen? Auf die der Trans-Frau oder die der anderen Frauen in der Sauna? Wer ist mehr wert? Die Bed√ľrfnisse des einzelnen Individuums oder die der Mehrheit?

Mich erinnert diese Diskussion an eine Folge Law & Order: Special Victims Unit. Es ging um eine Trans-Frau. Sie hatte sich schon als Kind im falschen K√∂rper gef√ľhlt. √Ąu√üerlich war sie – bis auf eine Sache – eine Frau. Sie sah wirklich toll aus. Ich h√§tte nie gedacht, dass sie ein Mann h√§tte sein k√∂nnen. Bis auf den Penis war sie zu 100 Prozent weiblich. In einem Zeltlager wurde sie mit 12 von 3 Typen missbraucht. Mit Mitte 20 hat sie sich dann an ihren Vergewaltigern ger√§cht und sie um die Ecke gebracht. Sie wurde zu einer Gef√§ngnisstrafe verurteilt, die sie auch anerkannt hat. Jetzt ging es nur darum, in welchen Knast kommt sie. Das Rechtssystem sah klar und deutlich: Sie hat einen Penis, sie ist ein Mann. Also M√§nner Gef√§ngnis. Sie selbst sah sich als Frau. Also Frauen Gef√§ngnis. Das Ende vom Lied war einfach. Sie kam in den M√§nnerknast. Wurde am ersten Tag von mehreren Insassen vergewaltigt. Klar, die haben sich √ľber die hei√üe Frau gefreut. Sie starb an den Verletzungen der Vergewaltigung. M√§nnerknast war also auch falsch. Ich denke, Sie sehen, es ist ein sehr √§hnlicher Fall ‚Ķ. Und nun kommen wir zur√ľck auf die Eingangsfrage: Was ist denn nun politisch richtig (korrekt)?

Ich frage anders: Wie f√ľhlen sich denn nun aber die anderen Frauen in der Sauna, wenn da eine Trans-Frau mit einem Penis sitzt? Und jetzt frage ich noch etwas provokanter ‚Ķ Stellen wir uns vor, die Trans-Frau steht auf andere Frauen. Einer der anderen Frauen gef√§llt ihr. Die Trans-Frau will es vielleicht nicht, aber sie kriegt, weil die Dame auf sie einen sexuellen Reiz ausl√∂st, evtl. einen St√§nder. Die weiblich geborene Frau wird sich vermutlich sehr unwohl f√ľhlen. Oder die Trans-Frau, denn nur weil sie eine Trans-Frau ist, macht sie das ja nicht zur Heiligen, benimmt sich nicht korrekt und baggert andere Frauen in der Sauna an. (Ja, ich wei√ü, dass k√∂nnte auch bei einer als Frau geboren Frau mit bi-Ambitionen oder lesbischen Ambitionen der Fall sein und hat grunds√§tzlich nicht allein etwas mit Trans-Frauen zu tun ‚Ķ)

√úbrigens: Apropos … Warum gibt es eigentlich ein Frauen-Tag in der Sauna, aber keinen reinen M√§nner-Tag? Vielleicht wollen wir Penistr√§ger auch mal unter uns sein. Vielleicht f√ľhlen sich manche M√§nner auch besser und wohler, wenn keine Vagina besitzenden Wesen anwesend sind, die uns evtl. auf die Genitalien schielen? Und da w√§re es dann √ľbrigens auch das Gleiche. Ich k√∂nnte mich als Mann auch unwohl f√ľhlen, wenn da ein Trans-Mann mit einer Pussy w√§re. Und umgekehrt k√∂nnte es auch sein, dass der Trans-Mann mit der Pussy sich evtl. unter so vielen Penis vorkommen w√ľrde, wie das √Ąffchen im Zoo, das beglotzt wird. Denn nat√ľrlich w√ľrden einige M√§nner dem Trans-Mann – allein aus Neugier – auf die Pussy glotzen. Manche bestimmt auch bl√∂de Spr√ľche rei√üen (weil viele ja alles ablehnen (verurteilen), das sie nicht kennen) und sich nicht alle korrekt verhalten.

Und bei der Trans-Frau aus der SVU Folge ‚Ķ was w√ľrde passieren, wenn sie in einen Frauen-Knast gekommen w√§re? W√§re sie da nicht evtl. auch bei den weiblichen Insassen sehr beliebt. Schlie√ülich wird sie vermutlich das einzige Wesen sein, was einen Penis zu bieten hat. Und es gibt einige Frauen, die Penisse sehr gern m√∂gen. Ich k√∂nnte mir vorstellen, dass sie im Frauen-Knast ebenfalls sehr begehrt gewesen w√§re.

Egal, wie ich diese Frage drehe und wende, ich selbst komme auf keine L√∂sung, die f√ľr jeden absolut gerecht und fair w√§re, und vielleicht muss man da einfach straight sein und sagen: Sorry, aber wenn du einen Penis hast, kommst du am Frauen-Tag nicht in die Sauna, auch wenn du ansonsten eine Frau bist! F√ľr M√§nner gibt es auch keinen reinen M√§nner-Tag. Wir m√ľssen uns auch damit abfinden, dass wir in die gemischte Sauna m√ľssen und dass da auch Pussys auf der Bank sitzen! Oder, man muss tats√§chlich einen reinen M√§nner-Tag und einen Trans-Frauen-, sowie einen Trans-M√§nner-Tag machen.

Aber, wo fängt es an und wo hört es auf?

Es gibt Menschen, die sich √ľber dicke Menschen – wie mich – beklagen und der Meinung sind, das alle dicken Menschen un√§sthetisch sind und allein der blo√üe Anblick bereits Augenkrebs verursacht. Die sich w√ľnschten, dicke Menschen – wie ich – d√ľrften nicht in die Sauna. Wir dicken w√ľnschen uns ebenfalls einen Dicken-Tag, weil wir diese schlanken Arschl√∂cher verabscheuen, die so oberfl√§chlich denken und gar nicht mit denen in die Sauna wollen. Dann gibt es noch Menschen mit Behinderung – wobei Adipositas ja grunds√§tzlich auch eine Behinderung ist, mit der man ab einem gewissen Grad der Fettleibigkeit sogar einen Behindertenausweis beantragen kann – oder evtl. getrennte Sauna nach Religionen oder danach, welches Geschlecht man liebt (lesbische Frauen d√ľrfen nicht mit hetereosexuellen Frauen am Frauen-Tag in die Sauna, damit sie die Heten nicht anbaggern).

Ich denke, wenn wir das machen w√ľrde, w√§ren wir irgendwann so weit, dass es 365 verschiedene Sauna-Tage g√§be, wodurch jeder Mensch nur noch einmal im Jahr in die Sauna d√ľrfte. Wobei, unserem deutschen B√ľrokratie-Staat traue ich selbst das zu, nur um es wirklich jedem Individuum recht machen zu k√∂nnen. Schlie√ülich will sich ja niemand als politisch unkorrekt bezeichnen lassen oder gar als alter, wei√üer Mann. Ist ja widerlich!¬†

Vielleicht m√ľssen wir es ja auch gar nicht jedem einzelnen Individuum recht machen, sondern einfach bessere Menschen werden. Wir m√ľssen toleranter werden. Im Grunde genommen hat doch jeder Mensch sein P√§ckchen zu tragen. Der Eine ist Fett. Der Andere hat einen kleinen Pimmel oder winzige Br√ľstchen. Die N√§chste Schamlippen bis zum Boden. Eine Andere einen Pickel am Arsch. Im Grunde genommen wollen wir doch alle dasselbe. Wir wollen, dass sich jeder um seinen Schei√ü k√ľmmert und uns so sein l√§sst, wie wir sind. Und wenn das jeder Ber√ľcksichtigen und R√ľcksicht nehmen w√ľrde, dann w√§re diese Welt schon eine Bessere.

Mir pers√∂nlich ist schei√üegal, ob jemand einen Penis hat oder eine Vagina. Dick oder d√ľnn ist. Hetero- oder homosexuell. Christ, Jude oder Moslem. Schwarz, wei√ü oder blau ist. Veganer oder Fleisch(fr)esser. E-Auto oder Verbrenner-Fahrer. Raucher oder Nichtraucher oder von mir aus auch 3 Titten hat. Wir sind alle Menschen. Wir sind alle gleich. Und wer sich nicht benimmt, hat auf diesem Planeten einfach nichts zu suchen.

Vielleicht m√ľssen wir einfach lernen Arschl√∂cher auszugrenzen und nicht Minderheiten ‚Ķ Theoretisch w√ľrde ich zwar sagen, wir m√ľssen mit den Arschl√∂chern leben, denn wenn wir Arschl√∂cher hassen, dann sind wir ja auch nicht besser. Zwar stimmt das, aber wir sind halt nicht in der katholischen Kirche, wo man bereitwillig die andere Wange auch noch hinh√§lt.¬†

Es gibt b√∂se Menschen, die b√∂se Dinge mit anderen machen. Und es gibt liebe Menschen, die b√∂se Dinge mit sich machen lassen. Wir m√ľssen raus aus der Opferrolle. Wir d√ľrfen uns von Terroristen nicht terrorisieren lassen. Wie hei√üt es so sch√∂n: Mit Terroristen verhandelt man nicht!

#ArschlöcherRAUS

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